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Das seit dem 01.10.2018 geltende Formular „Nationaler Anspruchsnachweis“ findet nur für Patienten Anwendung, deren Heimatland ein bilaterales Abkommen über soziale Sicherheit mit der Bundesrepublik abgeschlossen hat (Bosnien und Herzegowina, Mazedonien, Montenegro, Serbien, Türkei und Tunesien). Hier ist darauf zu achten, dass eventuell Leistungenbeschränkungen bestehen. Im Übrigen erfolgt die Abrechnung nach dem EBM im Zuge der regulären elektronischen Quartalsabrechnung gegenüber dem vom Patienten gewählten deutschen Krankenversicherer.

Patienten aus der EU, dem europäischen Wirtschaftsraum (EWR) und der Schweiz haben weiterhin eine „Europäische Krankenversicherungskarte“ (EHIC) oder eine „Provisorische Ersatzbescheinigung“ (PEB) sowie einen gültigen Personalausweis vorzulegen. Eine Kopie der EHIC bzw. PEB ist dann mit Datum, Arztunterschrift und Praxisstempel zu versehen. Neu ist seit dem 01.10.2018, dass im fahrenden Notdienst die händische Abschrift der Daten der EHIC bzw. PVB genügt. Zusätzlich muss der Patient die „Patientenerklärung Europäische Krankenversicherung“ ausfüllen und unterschreiben. Die Kopie von EHIC bzw. PEB und die Patientenerklärung sind anschließend umgehend an die vom Patienten gewählte deutsche Krankenkasse zu übermitteln. Für die Kopien und den Versand können übrigens die EBM-Nrn. 40144 bzw. 40120 abgerechnet werden.

Bei Patienten, die keinen Anspruchsnachweis vorlegen, besteht die Berechtigung – aber auch die Verpflichtung – die Leistungen direkt mit dem Patienten nach der GOÄ abzurechnen.

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