0921 34 89 98 50 info@kanzlei-gerhards.de

Aus gegebenem Anlass dürfen wir nochmals auf folgendes aufmerksam machen:

Für die Tage, an denen ein abgeschlepptes Fahrzeug nicht repariert wird, können Stand- bzw. Verwahrgelder abgerechnet werden. Die hierfür anfallenden Kosten hat bei einem Kfz-Haftpflichtschaden – wenn das unfallbeschädigte Fahrzeug nicht mehr verkehrssicher ist bzw. der Geschädigte dies zumindest befürchten durfte – die unfallgegnerische Kfz-Haftpflichtversicherung zu tragen. Dies gilt zunächst für den Zeitraum vom Abstellen im Betrieb der Reparaturwerkstatt bis zum Eingang des Schadengutachtens. Darüber hinaus steht dem Geschädigten regelmäßig noch eine sog. Überlegungsfrist von zumindest fünf Kalendertagen zu, innerhalb der er entscheiden kann, ob er das Fahrzeug reparieren lässt oder verkauft. Für diesen Zeitraum fallen ebenfalls von der unfallgegnerischen Kfz-Haftpflichtversicherung zu erstattende Stand- bzw. Verwahrgelder an. Erst mit Erteilung des Reparaturauftrags oder des anschließenden Verkaufs innerhalb angemessener Frist sind diese Kosten nicht mehr ersatzfähig.

Bei einem Pkw oder anderen Fahrzeugen in Pkw-Größe sind hierfür

10,00 € (netto) / Tag (beim Abstellen auf einem Freigelände/Hof) bzw.

15,00 € (netto) / Tag (bei Unterbringung in einer Halle/Garage)

abrechenbar.

Nicht erforderlich ist, dass hierüber extra ein schriftlicher Vertrag geschlossen wird. Denn aufgrund des damit verbundenen Haftungsrisikos ist jedem klar, dass die Werkstatt die Verwahrung nicht kostenfrei übernimmt.

Die Unterbringung in einer Halle/Garage muss aber erforderlich sein, um den gegenüber dem Abstellen auf einem Freigelände/Hof erhöhten Abrechnungsbetrag zu rechtfertigen. Dies ist dann der Fall, wenn das Fahrzeug nicht mehr wetterdicht und/oder verschließbar ist oder dieses nicht anders wirksam vor Diebstahl geschützt werden kann.

 

Bei Rückfragen stehen wir Ihnen wie immer gern kostenfrei zur Verfügung!