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Kürzlich hat das Amtsgericht Hamburg-Harburg ein interessantes Urteil (06.06.2017, Az.: 642 C 43/17) gefällt. Es ging mal wieder um die Höhe der zu erstattenden Sachverständigenkosten beim Kfz-Haftpflichtschaden. Der Versicherer vertrat die Auffassung, dass der Sachverständige zu viele Lichtbilder (es waren 15!) vom Schaden angefertigt habe und wollte daher allenfalls die Hälfte der hierfür angefallenen Kosten erstatten. Dem widersprach das Gericht und betonte, es sei davon auszugehen, dass der Versicherer eine umfangreiche Dokumentation des Schadens wünsche. Von Missbrauchsfällen abgesehen, sei die Einschätzung des Sachverständigen, wie viele Lichtbilder hierfür angefertigt werden müssten, maßgebend.