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„Wie allgemein bekannt, versuchen die Versicherer immer häufiger einzelne Schadenpositionen zu streichen und sich vor der Regulierung „zu drücken“. Dies gilt unter anderem für Entsorgungskosten, die eine grundsätzlich beim Haftpflichtschaden zu ersetzende Schadenposition darstellen. Entsorgungskosten können dem Kunden – und damit letztlich der Kfz-Haftpflichtversicherung des Unfallgegners – dabei stets dann in Rechnung gestellt werden, wenn diese entweder ausdrücklich mit dem Kunden (Geschädigten) vereinbart wurden oder zumindest nach § 632 Abs. 2 BGB üblich sind. Dies gilt beispielsweise auch hinsichtlich der unfallbeschädigten Altreifen, wie schon mehrfach entschieden wurde.

 

Das Gleiche gilt übrigens grundsätzlich auch beim Kaskoschaden. Nur dann, wenn im zugrundeliegenden Vertrag des Versicherers mit dem Kunden ausdrücklich vereinbart ist, dass Entsorgungskosten nicht zum Umfang der zu erstattenden Positionen zählen, ist der Versicherer leistungsfrei.

 

Zu beachten ist schließlich, dass die meisten Gerichte nur eine konkrete Abrechnung von Entsorgungskosten akzeptieren. Eine fiktive Erstattung wird hingegen überwiegend abgelehnt.